Sonne satt statt Regenwetter

Milde Temperaturen, leere Strände, günstigere Preise. Herbstreisen in den Süden versprechen entspannte Auszeiten fern vom Trubel – perfekt für alle, die den Sommer verlängern wollen. Wir stellen fünf Reiseziele vor.

Kreta – das pure Inselglück

Zwischen weißen Sandstränden und türkisblauem Meer, ursprünglichen Dörfern und antiken Stätten, duftenden Olivenhainen und Zitronenplantagen zeigt sich Kreta im Herbst von seiner entspanntesten Seite. „Weniger Trubel, mehr Genuss“ lautet dann das Motto. Strände sind leerer, in den Städten geht es ruhiger zu, und Sehenswürdigkeiten werden nicht von Touristenströmen überrannt. So lassen sich herausragende Attraktionen wie der Palast von Knossos, die Samaria-Schlucht oder die Hafenstadt Heraklion ohne Stress besichtigen. Und an traumhaften Stränden wie Elafonisi oder Balos kann man die Seele baumeln lassen. Überhaupt lässt sich das authentische Leben der Insel im Herbst viel intensiver erleben, denn zur besonderen Atmosphäre Kretas gehören vor allem die Gelassenheit und die Lebensfreude der Inselbewohner, die sich in Tavernen oder auf Dorfplätzen widerspiegeln. Gäste werden in familiengeführten Restaurants vielerorts wie Freunde empfangen. Diese einzigartige Kombination aus herzlicher Gastfreundschaft, köstlichen regionalen Spezialitäten und einem von Sonne und Meeresrauschen geprägten Alltag sorgt für ein Glücksgefühl, das noch lange nachhallt.

Madeira – bunt, wild und wunderschön

Madeiras Kulisse aus bizarren Vulkanformationen, rauschenden Wasserfällen, exotischen Pflanzen und pittoresken Hafenstädtchen ist längst legendär. Die portugiesische Atlantikinsel punktet zudem ganzjährig mit milden Temperaturen – ideal für Wanderungen entlang der Levadas, vorbei an duftenden Lorbeerwäldern, malerischen Tälern und hinauf zum 1862 Meter hohen Pico Ruivo. Vulkanische Strände und natürliche Lavapools sorgen für Abwechslung und Staunen, ebenso wie Ausflüge zu der magischen Insel Porto Santo. Unter Wasser locken artenreiche Tauchgebiete. Das Highlight aber ist die Fahrt mit der Seilbahn nach Monte, wo prachtvolle Gärten und herrliche Ausblicke auf die Blumeninsel warten. Immer einen Abstecher wert: Madeiras hübsche Hauptstadt Funchal mit ihren historischen Gassen, bunt bemalten Türen und quirligen Märkten.

Fuerteventura – ein kleines Paradies auf Erden

Fuerteventura lockt mit seinen traumhaft schönen Stränden, nahezu unberührten Buchten und goldfarbenen Dünenlandschaften Sonnenanbeter und Aktivurlauber gleichermaßen an. Faulenzen am Strand, eine Wanderung durch die Naturschutzgebiete oder Ausflüge in charmante Fischerdörfchen: Auf der kanarischen Insel wird es nie langweilig. Durch die Lage im Atlantik und konstante Winde ist Fuerteventura auch ein beliebtes Revier für Wind- und Kitesurfer. An Orten wie der Playa de Sotavento oder den Stränden bei Corralejo finden sich Surfschulen, Verleihstationen und Reviere für Anfänger wie Fortgeschrittene. Und beim Schnorcheln an der Costa Calma lässt sich die kunterbunte Unterwasserwelt ganz wunderbar entdecken. Neben glasklarem Wasser, bizarren Mondlandschaften und duftenden Blumen bietet die Vulkaninsel auch charmante kleine Orte mit köstlicher kanarischer Küche, großer Gastfreundschaft und einer entspannten Atmosphäre. Ideal für alle, die dem Alltag entfliehen und im Herbst Sonne tanken wollen.

Albanien – die schöne Unbekannte

Schroffe Berglandschaften und weiße Sandstrände, antike Kulturschätze und moderne Architektur: Albanien ist ein Land voller Kontraste und gilt noch immer als Geheimtipp. Wer Ruhe, beeindruckende Naturspektakel sowie authentische Erlebnisse sucht, findet hier perfekte Bedingungen. Die rund 360 Kilometer lange Mittelmeerküste Albaniens begeistert mit abwechslungsreichen Sand- und Kiesstränden von Durrës bis Ksamil, wobei Ksamil als einer der schönsten Badeorte gilt: Weiße Strände und kleine Inseln sorgen für Karibikflair. Lebhafter geht es im nahen Saranda zu mit Restaurants, Bars und Fährverbindungen nach Korfu. Auch kulturell hat Albanien viel zu bieten: Die Unesco-Stätten Butrint, Berat und Gjirokastra beeindrucken mit ihrer außergewöhnlichen Architektur. Aktivurlauber hingegen finden in den Albanischen Alpen ideale Bedingungen zum Wandern, etwa auf dem Fernweg Peaks of the Balkans. Mit einer innovativen Kultur- und Gastronomieszene überzeugt zudem die Hauptstadt Tirana – ein gelungener Abschluss jeder Albanienreise.

Sevilla – willkommen im Herzen Andalusiens!

Gläser klirren auf den Terrassen lebhafter Tapasbars, goldenes Licht tanzt über historische Plätze, der Duft von Orangenbäumen liegt in der Luft. Wer nach Sevilla reist, merkt schnell: Es ist eine Stadt für alle Sinne – voller Lebensfreude, Genuss und beeindruckender Architektur. Zwischen maurischen Einflüssen, verwinkelten Gassen und pulsierendem Leben entfaltet die andalusische Metropole ihren ganz eigenen Charme. Ein absolutes Muss ist ein Besuch der Kathedrale von Sevilla mit ihrem berühmten Glockenturm La Giralda. Von hier hat man eine fantastische Aussicht auf Sevilla. Ebenso faszinierend: der Alcázar von Sevilla, ein prachtvoller Königspalast mit kunstvollen Verzierungen und üppigen Gärten. Bis heute stellt er ein leuchtendes Beispiel der Mudéjar-Architektur dar, die unter christlicher Herrschaft entstand, aber auf maurische Einflüsse zurückgriff. Und wer den Abend an der berühmten Plaza de España bei einem Glas Wein, schmackhaften Tapas und einer feurigen Flamenco-Show ausklingen lässt, der hat alles richtig gemacht und spürt, wie das Herz Andalusiens schlägt.