Wer sich auf eine Studienreise in Norwegens Norden begibt, wird sich der märchenhaften Atmosphäre der Lofoten nicht entziehen können. Schroffe Berge ragen aus dem Meer, rote Fischerhütten, die heute vor allem als Ferienunterkünfte genutzt werden, schmiegen sich an geschützte Buchten, und das wechselnde Licht verleiht dieser Inselwelt nördlich des Polarkreises einen mystischen Charakter.
Während Bewohner historischer Fischerdörfer vom harten Alltag vergangener Generationen erzählen und erläutern, welche Bedeutung der Kabeljaufang auf den Lofoten bis heute hat, vermitteln Museumsführer die spannende Geschichte der Wikinger, deren Spuren etwa am rekonstruierten Häuptlingshof von Borg sichtbar werden.
Wanderungen und Bootsausflüge zeigen, wie eng Mensch und Natur verbunden sind. Doch die Zeit bleibt nicht stehen: In ehemaligen Lagerhäusern und Werkstätten befinden sich heute Galerien und Ateliers. Das besondere Licht, die Landschaft und die abgeschiedene Lage ziehen Künstler an, sodass die Lofoten heute eine lebendige Kunst- und Kulturszene besitzen. Je nach Jahreszeit zeigen sich die Lofoten von unterschiedlichen Seiten. Im Sommer lässt die Mitternachtssonne die Tage scheinbar nicht enden; lange Ausflüge sind bis spät in die Nacht möglich. Im Herbst und Winter werden Besucher mit etwas Glück mit Polarlichtern belohnt – ein magischer Anblick.